C/O Berlin präsentiert Viktoria Binschtok

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Vor ein paar Tagen haben wir schon auf unserer Facebook- und Instagramseite kurz über die exklusive Einladung von CO Berlin zu der temporären Ausstellung von Viktoria Binschtok berichtet. Seit dem wir von Viktoria persönlich durch die drei Ausstellungsräume geführt wurden, sind wir wirklich schwer begeistert von ihrer speziellen Art mit Fotografie umzugehen und wie dabei die reale Welt auf die virtuelle Welt des WWW aufeinander trifft. Eine Komposition, die eigentlich uns allen in der heutigen Zeit täglich begegnet. Wir haben für Euch mal paar wesentliche Argumente zusammengestellt, weshalb auch Ihr unbedingt noch ins Amerika Haus zur Ausstellung von Viktoria Binschtok gehen solltet…

Die Globen– für diese Serie hat Viktoria Binschtok 2002 80 Globen bei Ebay abfotografiert und ersteigert. Aber wieso? Mit dieser Fotoreihe gelingt es ihr auf eine perfekte Weise aufzuzeigen, wie durch eine Aktion im Internet etwas in der realen Welt verändert wird. Ein Produkt aus einem im Internet entdeckten Fotos findet schlussendlich seinen Platz im realen Raum und ist somit greifbar geworden. Schon mal darüber nachgedacht, wie eng alles miteinander verflochten ist? Und was eine Ebayanzeigen eigentlich ohne Foto wäre? Diesen Fotografien wird so viel Wahrheit beigemessen, so dass sie schließlich zum Erwerb des Produkts führen können. Eine spannende Serie, die zwar nicht in 80 Tagen um die Welt verhilft, aber zumindest die virtuelle mit der realen Welt auf eine besondere Weise vereint.

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Cluster- dass ein Bild aus dem Netz ein weiteres Bild bedingen kann, zeigt die neuste Serie von Viktoria. Hierfür fügt sie eine eigene Fotodatei in die Bildsuche bei Google ein und bekommt hierfür eine Reihe an Analogien. Dabei findet der Algorithmus Bilder, die erst bei genauerer Betrachtung erkennen lassen, dass sie sich in ihren Formen, Farben und Strukturen ähneln. Die gefundenen Aufnahmen nutzt Viktoria Binschtok schließlich als Vorlage für neue, nachinszenierte Fotografien, die sie in Bildfamilien, so genannte Cluster, einteilt. So entstehen Cluster, die zum Beispiel von einem Bündel Spargel bis hin zur Brooklyn Bridge führen und keine Hinweise mehr über die Herkunft der Bilder zulassen. Eine faszinierende Fotoreihe, die außerdem das Geheimnis lüftet, wieso ein und dieselbe Bildinszenierung auf „MARRIAGE IS A LIE“ und „FRIED CHICKEN“ referiert. Also nichs wie hin, um dieses Rätsel zu lösen…

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World Of Details- ganz ehrlich, wer hat nicht schon mal auf Google- Street- View nach bekannten Orten und Straßen gesucht oder nach welchen, die man in Zukunft mal bereisen möchte? Soweit, so gut. Doch bei Viktoria Binschtoks Suche fallen ihr irgendwann Mensche auf, die aus den leblosen Automatenbildern „zurück schauen“. Außerdem stellt sie fest, dass die autorenfreien, digitalen Bilder zwar einen spezifischen Ort zeigen, jedoch bei Vergrößerung und genauerem Hinschauen gänzlich ihre Tiefe verlieren. Viktoria reist an diese Orte, um mit eigenen Fotos die Oberfläche der abgebildeten Städte durchzubrechen und diese Verpixelung zu bezwingen. Sie überwindet die Distanz und bewältigt auch hier wieder die Grenzen der virtuellen Welt. An diesen Stellen entstehen nun neue, lebendige Fotografien, mit denen sie eine neue Sichtweise auf den Ursprungskern ermöglicht…

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Wer neugierig geworden ist, der sollte nicht lange warten und unbedingt noch bis zum 16.08.2015 ins C/O Berlin, um die Ausstellung von Viktoria Binschtok zu sehen.

Wo: 

C/O Berlin Foundation . Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24, gleich am Bahnhof Zoologischer Garten

Wann: 

Bis 16.08.2015 täglich 11–20 Uhr

Lovely Tipp: Gönnt Euch im Anschluss im Amerikahaus den leckersten und besten Limonen-Frischkäse- Kuchen der Welt!

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